Peru Teil II im Schnelldurchlauf (Perú Parte II)

Después de Bolivia, de vuelta en Perú. Ya no había mucho tiempo, solamente fuimos a la capital de los Incas Cuzco, con el desvío obligatorio de Machu Picchu, y de ahí solamente con escala en Lima casi directamente a Ecuador. Dos eventos políticos-sociales dominaban en la prensa peruana cuando estuvimos ahí: El conflicto con Chile sobre las fronteras en el mar, y el plan del gobierno nacional de privatizar el patrimonio (las ruinas de los Incas en la región de Cusco). Aparte de las fotos, unas impressiones…
Nach dem Bolivien-Umweg wieder zurueck nach Peru, und zwar direkt in die alte Inka-Hauptstadt Cusco (oder Cuzco oder Cusqo), in den Bergen von Peru. Gleich nebenan sind die wohl beruehmtesten Ruinen des Kontinents, die alte Inka-Stadt Machu Picchu (vor kurzem als eines der neuen Weltwunder gewaehlt!). Aus verschiedenen Gruenden da laenger als geplant festgesteckt, blieb wenig Zeit und mit kurzem Zwischenstopp in Lima ging es direkt nach Ecuador. Daher neben den Fotos wieder etwas Text zu Peru…

Cuzco ist wirklich eine schicke Stadt. Bis die boesen Spanier kamen war es die Hauptstadt des riesigen Inka-Reiches. Cuzco bedeutet “Nabel der Welt”, hier liefen alle Strassen und Straenge des Reiches der vier Himmelsrichtungen zusammen. Die Inkas haben sich immer wieder in Aufstaenden gegen die Spanier aufgelehnt, aber letztens verloren sie (Francisco Pizarro fuehrte vor allem den Vernichtungskrieg an). Diese machten sich daran, das Gold zu pluendern, die Tempelmauern zu nutzen, um ihre Kirchen und Kathedralen drauf zu bauen, und die Einwohner zu zwingen, alles alte abzulehnen (Religion, Kleidung, etc.) um sie dem spanischen Koenig besser zu nutze zu machen. Heute sieht man in Cuzco noch viele schicke Inka-Mauern, riesige perfekt behauene Steinkloetze, die wie ein Puzzle zusammengesteckt eine Mauer ergeben, die ohne Moertel oder aehnlichem schon Jahrhunderte haelt. In der naeheren Umgebung gibt es einige weitere Ruinen von Tempeln und Verteidigungsanlagen, immer mit schicken Mauern.

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Techos cusqueños. Cusqueñische Daecher.

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Famoso piedra de doce ángulos en Cusco.
Inka-Puzzle in Cusco - mit dem beruehmten 12-eckigen Stein in der Mitte, ohne Fugen oder Moertel perfekt eingepasst.

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Cuzco, Cusco, Cusqo

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Nochmal ein Inka-Puzzle.

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Mais muss nicht immer gelb sein.

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“Gefahr: Arbeitende Maenner” - Wo in Peru Leute arbeiten, ist immer Todesgefahr…
Cuando en Peru los hombre trabajan, obviamente hay peligro de muerte…

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Wasserpistolenbewaffnete indígenas.
La guerrilla infantil.

Etwas weiter weg im Valle Sagrado (Heiligen Tal) liegt die mystische Stadt Machu Picchu, wo man sich noch nicht so einig ist, was die alles war. Klar ist aber, dass ein gewisser Ami namens Iram Bingham sie 1911 “entdeckte” (den lokalen Bewohnern war sie immer bekannt) - und zwei Jahre vorher schonmal vorbeischaute und sich mit 60 Maultiern beladen mit Raubgut aus dem Tempel aus dem Staub machte. Teile davon liegen heute noch in der Yale-Universitaet…

Bueno, ustedes saben que es Cuzco, y Machu Picchu también conocen más o menos… Es todo muy lindo, pero demasiado turístico. Cuzco es muy lindo (aparte de los gringos que acá llegan en totalmente otras cantidades…), las murallas mosaicas de los Incas (¡impresionantes!), igual que las ruinas y las fortalezas que todavía existen en el área. Machu Picchu es muy impresionante, muy mística todavía, pero por la tarde, cuando llegan las hasta 3500 turistas que visitan las ruinas por día, es un poco insoportable… Bueno, yo también estuve acá, pero … ah, que sé yo, es otra cosa. Y vimos algunas cosas que hicieron otros turistas que me daban mucha vergüenza…
¡El Cusco no se vende, el Cusco se defiende!

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Kurz nachdem wir in Cuzco ankamen, just an dem Tag, als wir zu Machu Picchu aufbrechen wollten, gab es einen Generalstreik. Nichts fuhr. Grund ist der Plan der Zentralregierung, die gesamten Ruinenstaetten in der Umgebung zu privatisieren (also irgendeinem privaten Investor zu erlauben, die erheblichen Eintrittsgebuehren erheben zu duerfen und sie auf ihr Konto in den USA oder Schweiz zu schaffen… - und kommerzielle Argumente bei den wichtigsten Kulturguetern des Landes zu staerken). Dagegen laufen die Leute aus der Region mit Unterstuetzung der Lokalregierung Sturm - und streikten. Auch wenn dies unsere Reiseplaene etwas durcheinanderwuerfelte, konnten wir das natuerlich nur unterstuetzen. Selbst alte Frauen und Bauern kamen aus den entfernteren Doerfern in den Taelern, um gegen diese Privatisierungsgesetze zu demonstrieren, den ganzen Tag wurde in Umzuegen durch die Stadt ordentlich Krach gemacht. Leitspruch war vor allem “¡El Cusco no se vende, el Cusco se defiende!” (Cuzco wird nicht verkauft, Cusco wehrt sich! - reimt sich auf spanisch) oder auch “¡Eso es el Lima, racista y cobrista!” (frei uebersetzt: Das ist Lima, rassistisch und nur auf Geldeintreib aus! - in Anspielung auf die Zentralregierung).

Hinzu kommt, dass die gesetzliche Grundlage fuer diese Plaene (aeh, irgendwie) aus der Fujimori-Zeit stammen. Fujimori wurde 1990 als Praesident gewaehlt (in der Stichwahl gegen den beruehmten peruanischen Schriftsteller Mario Vargas Llosa, ein auch ziemlich liberaler Kandidat), fuehrte 1992 einen “autogolpe” (Selbstputsch) durch und sicherte sich damit diktatorische Vollmachten, schraenkte die Pressefreiheit massiv ein und schaffte die Demokratie, so wie sie in Peru existierte und funktionierte quasi ab. Er verordnete dem Land ein neoliberales Schock-Programm (Privatisierungen sind da immer oben dabei) und bekaempfte massiv die Terroristen-Guerilla Leuchtender Pfad militaerisch. Nach mehreren Skandalen floh er 2000 in sein Geburtsland Japan und erklaerte von dort per Fax (!) seinen Ruecktritt… 2007 wurde er in Chile festgenommen, nach Peru ausgeliefert und steht dort nun wegen Menschenrechtsverbrechen, Folter und Korruption vor Gericht (sehr schleppendes Verfahren… vor einem Monat etwa las ich in der Zeitung, dass Fujimori bei einer Verhandlung ohne Anwaelte erschien und erklaerte, sein (grosses) Anwaltsteam leide unter “Magenschmerzen”. Daher musste die Verhandlung vertagt werden…). Irgendwie gab es in den letzten Jahren auch ein Urteil des Obersten Gerichtshofes Perus, dass Gesetze aus der Putsch-Zeit Fujimoris nicht so richtig gelten (Achtung, sehr schwammig… hab das jetzt nicht recherchiert, sondern verlasse mich auf das, was so einige Menschen auf der Strasse erzaehlt haben und mir Sinn ergebend erschien. Die Zeitungen schreiben ueber solche Hintergruende leider nicht…), und darauf beziehen sich jetzt auch die Streikenden und erklaeren das Verhalten der jetzigen Zentralregierung fuer verfassungsunkonform. Mal schauen wie das weitergeht…

En Cusco vimos un paro general de un día, que nos impidió seguir nuestros planes. Pararon toda actividad turística por un día con toda razón: El gobierno nacional en Lima tiene el plan de privatizar todos los sitios arqueológicos, para permitir que algún tipo lleva toda la plata que las turistas dejan en las boleterías de esos lugares. Y eso es mucha plata, como cualquier tipo que va a Perú se ve obligado a visitar Machu Picchu… Y como hay solamente un Machu Picchu, hay pocas alternativas a pagar la entrada que fijan ellos (monopolio…). La protesta era impresionante, gente de cualquier tipo y de pueblitos lejanos llegaron para gritar su descontento, y hicieron un ruido impresionante todo el día. El gobierno local/regional también está en contra de esas leyes de privatización, por eso el odio a Lima: “¡Eso es el Lima, racista y cobrista!”.
Además, había un fallo de la Corte Suprema diciendo que las leyes que saquó Fujimori después de su autogolpe no tengan (automáticamente?? no sé los detalles, eso me contaron gente en la calle no más, los diarios no escriben sobre los “detalles” y no proveen información al fondo…) vigencia. Y como la base para esos leyes de privatización es también de esta época, los demonstrantes exigieron la inconstitucionalidad del proyecto de la privatización y de la actitud del gobierno nacional. ¡Esperemos que el “Cusco en pie de lucha” gane!

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Machu Picchu (todas las fotos siguientes). Alle folgenden Fotos: Machu Picchu

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So sah dann Machu Picchu wohl damals aus, Anno dazumal. (da musste ich dann doch mal den Sepia-Filter an meiner Kamera ausprobieren…)
Machu Picchu en épocas pasadas…

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Lima

Tja, Hauptstadt halt von Peru, und, viel wichtiger, frueher Hauptstadt des Vizekoenigreiches von Peru. Von hier wurde zu Kolonialzeiten fast ganz Lateinamerika regiert (nagut, Brasilien natuerlich nicht…). Ist aber nicht so wirklich schick, dennoch ein paar Fotos (fuer mehr Text keine Lust…):

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Peru und Chile - periodistischer Kampfflugzeuge-Battle

Anderes aktuelles Thema ist ein Streit mit Chile. Peru hatte vor einigen Monaten Seekarten veroeffentlicht, wo es ploetzlich andere Seegrenzen mit Chile gibt (das ist die Version, die ich in Argentinien und Chile in den Zeitungen las…). Das wird jetzt in Den Haag verhandelt, wer da Recht haben wird kann ich nicht sagen… Auf jeden Fall fiel auf, wie voll die peruanischen Zeitungen von Berichten darueber sind, und zwar sehr Anti-Chilenischen. Krass ist vor allem, wie kriegerisch die Berichterstattung hier ist. Neben der Aufdeckung von Pro-Chilenischen Komplotten im peruanischen Verteidigungsministerium (die Wartung, Instandsetzung und Modernisierung der peruanischen Kampfflugzeuge wurde von linken Subversivkraeften verzoegert - die gleichen, die Peru schon damals im Verteidigungsministerium im Salpeter-Krieg gegen Chile verrieten…!) und der Zitierung von alten Generaelen, die natuerlich am besten wissen, wie man das Vaterland gegen den boesen Nachbarn verteidigt, wird in manchen Zeitungen offen darueber berichtet, wie toll die peruanischen Kampfflugzeuge sind, dass die Chilenen gegen ihre Raketen doch keine Chance haetten usw… Die Ueberschriften lauteten in etwa so: “So gewinnen wir gegen die Chilenen” - “Vor diesen unseren Raketen bibbert Chile”, mit Bildern von Kampfflugzeugen und Raketen und genauen Beschreibungen ueber das Zerstoerungspotential peruanischer Waffen… Auch wenn diese Zeitungen totale Sensationsblaetter aus dem konservativ-rechten Spektrum sind, ist es doch sehr beunruhigend, so etwas hier zu lesen…
Peru und Chile hatten ja schon einen laengeren Krieg Ende des 19. Jahrhunderts hinter sich, in dessen Verlauf Peru ein ganzes Stueckchen Land an Chile verlor, dessen Truppen zwischenzeitlich bis nach Lima vordrangen und die Vororte brandschatzen…

Un tema importante es también el conflicto con Chile. Hace unos meses, Perú publicó mapas donde cambiaron las fronteras marítimas con Chile en favor de Perú. Este conflicto ahora está en juicio en La Hague. Lo que me llamó la atención es la cobertura de los medios acá en Perú - porque es una cobertura militarista. Hay artículos grandes sobre la conspiración pro-chilena dentro del ministerio de defensa de Perú, que impidió el mantenimiento y la actualización de los aviones bélicos del país, hay entrevistas con ex-generales que siempre saben mejor como defender al país en contra del enemigo chileno, y hay artículos detallados que describen como las armas y misiles que tiene Perú pueden ganar en contra de los chilenos (que tanto temen a los peruanos!)… Esos diarios que leí son bien de la prensa amarilla, pero igual es un poco preocupante…

Jetzt sind wir schon in Ecuador, gerade so noch in Cuenca… Dazu spaeter mehr…

Ahora ya estamos en Ecuador… Siguiendo el rumbo al norte!

 

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